Ein Hoch auf language nostalgia!

Katja Frimberger(To read the post in German please scroll down – Für die deutsche Version bitte runterscrollen)

Katja Frimberger is Research Associate at the Creative Arts and Translating Cultures (CATC) hub. In the following blogpost she describes how making a short film has put her into just the right mood to research multilingually.

Welcome to Scotland. Fàilte gu Ghlaschu. Benvenuti a Glasgow. Karibu sana Glasgow. Bienvenue à Glasgow. مرحبا بكم في اسكتلندا. Willkommen in Glasgow.

Call me sentimental but every time somebody makes an effort to grace me with their few crumbs of German they picked up in school or from friends, it warms my heart. The more clumsy and flawed but enthusiastically performed the language offering, the more touched I am. From time to time I even have to restrain myself from dishing out thank-you-hugs in reply.

Guten Tag, wie gehts? – HUG.

Ich spreche ein bisschen Deutsch – HUG.

Ich liebe Berlin or alternatively Ich bin ein Berliner – BIG HUG.

It is difficult to describe it as anything less than language nostalgia on my part and an almost physical reaction – caused by language-induced Glückshormone maybe- that make me feel welcome and acknowledged in my multilingual identity. Your language offering values my life experiences before I became a full-time English speaker and invisibly connects me back to the relationships and words that I now sustain through skype and Christmas visits. Your words taste of warm Bäckerbrötchen (hmmm).

In a university environment with a traditionally underdeveloped palate for language tastes outside of language departments, a lack of English is considered an academic problem and the ability to speak English well becomes a source of high praise. I feel like my overall performance/acting qualities – my ability to switch personalities (I am quite fierce in German I am told) and traverse realities and meanings through language – are seriously overlooked. In other words, I do not often feel like hugging people on the spot (arguably for the better you might say). Ich habe aber das Gefühl das wird sich bald ändern.

We launched our ‘Researching Multilingually’ research project last week. Our international research team has set out to understand why languages matter to people and why it should matter to research (for more substantial information on the project, read here). In order to put us into the mood for the exciting possibilities of multilingual research and using the arts to talk about this, I decided to produce a short film for our project launch. I invited people across the university to celebrate languages that are close to their hearts and share what speaking Swahili, Maori, Gaelic, French, Finnish, Ukrainian (you name it) might mean to them personally. Only a few hours after sending out the invitation for interviews, all my 30 doodle slots were booked up. I am not the only one prone to positive language nostalgia. There seemed not only to be a real enthusiasm to speak about language but also a willingness to show it off – to perform language offerings so to speak.

As interviewer I realised how hard it is to abstract about your language, how difficult it is to speak about it in a disembodied way and how our languages are highly emotional and highly aesthetic things that unfold their beauty and meaning best when –it sounds so simple- performed. I felt like I grasped the meaning languages have to people best when sitting back and letting the sounds and rhythms of the language reverberate in my body (even if I didn’t understand a word). I delighted in the change in people’s facial expressions (often smiling and calm) when they spoke and sang in their language and reflected on the tastes of words and their emotional connection to their language in English. Call me sentimental but I am touched by these language offerings (I promise I also restrained myself from post-interview hugging). Thanks to all participants for sharing their multilingual identities.

 Katja FrimbergerA cheer for Sprachnostalgie!

Katja Frimberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Kreative Künste und Kulturelle Übersetzung des ‘Multilinguales Forschen’ Projektes. In dem folgenden Blogeintrag beschreibt sie, wie sie eine Kurzfilmproduktion in genau die richtige Stimmung für’s multilinguale Forschen versetzt hat.

Welcome to Scotland. Fàilte gu Ghlaschu. Benvenuti a Glasgow. Karibu sana Glasgow. Bienvenue à Glasgow. مرحبا بكم في اسكتلندا. Willkommen in Glasgow.

Nenn’ mich sentimental, aber jedesmal wenn jemand sich die Mühe macht mich mit den paar Krumen Deutsch zu beglücken, die sie in der Schule oder von Freunden aufgeschnappt haben, wärmt’s mir das Herz. Umso unbeholfener und brüchiger, aber einsatzfreudiger die Sprachgabe dargebracht wird, desto bewegter bin ich. Manchmal muss ich mich sogar zurückhalten Dankeschön-Umarmungen als Antwort auzuteilen.

How are you? – Umarmung.

I speak a little German – Umarmung.

I love Berlin oder alternativ I am a Berliner – groβe Umarmung.

Es ist schwer es als etwas geringeres als Sprachnostalgie meinerseits zu beschreiben und eine fast körperliche Reaktion – vielleicht ausgelöst durch sprachbedingte happiness hormones – die dafür sorgen, das ich mich willkommen und wohl fühle, dass meine multilinguale Identität anerkennt wird. Deine Sprachgabe würdigt meine Lebenserfahrungen bevor ich eine vollzeitlich Englischsprachige wurde und verbindet mich unsichtbar mit den Beziehungen und Wörtern, die ich jetzt durch Skype und Weihnachtsbesuche aufrechterhalte. Deine Worte schmecken nach warmen buns straight from the backery (hmmm).

In einer Universitätslandschaft mit einem traditionell unterentwickeltem Gaumen für Sprachgechmack auβerhalb von Sprachinstituten, wird ein Mangel an Englisch zum akademischen Problem und die Fähigkeit Englisch gut zu sprechen zur Quelle hohen Lobes. Ich habe das Gefühl, dass meine allgemeinen Schauspielqualitäten – meine Fähigkeit Persönlichkeiten zu wechseln (Ich bin auf Deutsch fast unerschütterlich sagt man mir) und Realitäten und Bedeutungen durch Sprache zu durchqueren – ernsthaft übersehen werden. Mit anderen Worten, ich habe oft keine Lust Leute an Ort und Stelle zu umarmen (wohl auch besser so, sagst du dir vielleicht). I have a feeling that will soon change though.

Wir haben letzte Woche unser ‘Multilinguales Forschen’ Projekt aus der Taufe gehoben. Unser internationales Forschungsteam hat sich vorgenommen herauszufinden, warum Sprachen für Menschen von Bedeutung sind und warum Sprachen auch für Forschung bedeutsam sein sollten (für umfangreichere Info lies hier). Um uns in die Stimmung für die spannenden Möglichkeiten des multilingualen Forschens zu versetzen und das Potenzial von Kunst darüber ins Gespräch zu kommen auszuloten, habe ich einen Kurzfilm für unseren Projektstart entwickelt. Ich habe Menschen quer durch die Uni eingeladen ihre ‘Mutter – und Lieblingssprachen’ zu zelebrieren und mit mir zu teilen, was es ihnen persönlich bedeutet, Suaheli, Maori, Gälisch, Französich, Finnisch, Ukrainisch (und viele andere Sprachen!) zu sprechen. Nur einige Stunden nachdem ich die Einladungen zu diesem Sprachengespräch rauschickte, waren alle 30 Plätze weggebucht. Ich bin nicht die einzige mit einem Hang zur positiven Sprachnostalgie. Es schien als gab es nicht nur eine echte Begeisterung über Sprache zu sprechen, sondern auch eine Bereitschaft sie stolz vorzuzeigen – eine Bereitschaft Sprachgaben darzubringen sozusagen.

Als Interviewerin bemerkte ich wie schwer es ist über deine Sprache zu abstrahieren, wie schwer es ist über sie ‘entkörperlicht’ zu sprechen und wie unsere Sprachen hochemotionale und hochästhetische Dinge sind, die ihre Schönheit am besten entfalten, wenn sie – es hört sich so einfach an – vor – und aufgeführt werden. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Bedeutung die Sprache für Menschen hat, am besten begriff, wenn ich mich zurücklehnte und den Klang und Rhythmus der Sprache in meinem Körper nachhallen lieβ (sogar, wenn ich kein Wort verstand). Ich war begeistert, als ich in einigen unserer Befragten eine Veränderung in ihren Gesichtsausdrücken wahrnahm (oft lächelnd und ruhig), wenn sie ihre Sprache vortrugen, sangen und über den Geschmack von Wörtern und ihre emotionale Verbindung zu ihrer Sprache auf Englisch reflektierten. Nenn’ mich sentimental, aber diese Sprachgaben bewegen mich (Glaub mir, ich habe von Dankeschön-Umarmungen abgesehen).

Danke an alle Teilnehmer, die ihre multilingualen Identitäten mit uns geteilt haben.

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